Wie vielen, vielen anderen Menschen hat auch uns als Familie die lange Zeit der Pandemie kräftig zugesetzt. Sie hat uns aber nicht in die Knie gezwungen. Wie schade, dass all die schönen Lesungen und Auftritte gestrichen werden mussten. Nun gut, es gibt wahrlich Schlimmeres. Aber dann haben wir uns auch noch eine Ruine auf dem Land eingehandelt, die mich noch mal kräftig gefordert hat – in nahezu jeder Hinsicht. Alle Buchprojekte mussten ruhen. Auch die therapeutische Arbeit in meiner Hamburger Praxis musste zurückstehen. Der Autor und Therapeut wurde zum Handlanger der Handwerker. Bauknecht statt Bauherr. Eine wichtige Lektion in meinen älteren Jahren. Und, wie sich rausstellen sollte, eine geradezu zwingende Erfahrung für ein neues Buchprojekt – wenn denn irgendwann aus der Ruine mal ein ordentliches Haus geworden sein sollte.

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