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Willkommen auf der Homepage des einzigen SPIEGEL-Redakteurs, dessen Leben verfilmt wurde – und das gleich zwei Mal. Wenn ich bei Lesungen auf die Verfilmung meiner beiden letzten Bücher hinweise, amüsieren sich die Meisten im Publikum, denn sie sehen mir an, wie selbstironisch ich das meine. Denn ich finde, Lesungen sollten mehr sein, als das bloße Vorlesen aus dem eigenen Oeuvre, sie sollten die Menschen wirklich gut unterhalten. Und dazu gehören eine ordentliche Portion Selbstironie und vor allem jene Offenheit, mit der ich auch meine Bücher schreibe: 2009 erschien das tatsächlich nahezu autobiographische Werk »Überleben an der Wickelfront – Vom Elternglück in den besten Jahren«; 2013 folgte der Roman »Mann darf sich doch mal irren! – Unser Leben nach der Wickelfront«, die eher fiktive Fortschreibung der Wickelfront-Zeit. In beiden Bücher geht es um meine sehr persönlichen Erfahrungen als ebenso liebender wie völlig überforderter Vater, Ehemann und über seine lieben Kollegen verzweifelnder Journalist.

Wenn ich kleine Auftritte vor Publikum so liebe, dann hat das damit zu tun, dass ich wohl ein verhinderter Schauspieler bin. Aber sich zum Theater berufen zu fühlen, ist das Eine. Das Andere ist, den Mut zu haben, das Künstlerleben zum Beruf zu machen. Deshalb kämpfe ich seit über 33 Jahren als politischer Redakteur an der SPIEGEL-Front, statt auf den Brettern zu stehen, die für eine Künstlernatur eigentlich die Welt bedeuten sollten. Doch bei einer Vita geprägt vom Sternzeichen Jungfrau bin ich nun mal sehr auf Sicherheit bedacht und fühlte mich bislang beim SPIEGEL genau an der richtigen Adresse. Schließlich war das Blatt über viele Jahrzehnte nicht nur das Sturmgeschütz der Demokratie, wie dessen Gründer Rudolf Augstein einmal gesagt hat, sondern wie wir Redakteure manchmal etwas übermütig gespottet haben auch ein Presseversorgungswerk mit angeschlossenem Wochenblatt.

Dass man das, was ich schreibe mitunter nicht nur drucken, sondern auch verfilmen kann, erkannte als Erste die Berliner Erfolgsproduzentin Regina Ziegler. Sowohl das erzählende Sachbuch »Überleben an der Wickelfront«, erschienen bei der DVA, wie auch der Roman »Mann darf sich doch mal irren!« (LangenMüller) wurden von ihr für das ZDF verfilmt.

Regina Ziegler war die öffentliche Vorstellung des »Wickelfront«- Buches in Berlin nicht entgangen. In ihrer Ansprache hatte die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen das Werk als »ebenso unterhaltsamen wie gesellschaftspolitisch wichtigen Denkanstoß« empfohlen. Regina Ziegler erwarb die Rechte an dem Buch und gemeinsam mit dem einfühlsamen Drehbuchautor Stefan Kuhlmann und dem für seinen komödiantischen Touch geschätzten Regisseur Titus Selge entstand der gleichnamige TV-Spielfilm mit Uwe Ochsenknecht als Dieter Lindemann und Valerie Niehaus als Esther Lüdecke. In einer kurzen Szene ist dann auch der verhinderte Kleinkünstler Bednarz zu sehen: Als Berliner Kneipenwirt serviere ich dem Film-Dieter Uwe Ochsenknecht ein Bier. Nach drei Proben war die Szene im Kasten. Mit meinem tragenden Text hatte ich keine Probleme. Ich durfte »Zum Wohle!« sagen.

Nachdem die Ausstrahlung im Mai 2012 den Tagessieg errungen hatte, konnte ich für Regina Ziegler auch die fiktive Fortsetzung der Familiengeschichte entwickeln: So entstand parallel zu meinem, dann im Oktober 2013 erschienen Roman »Mann darf sich doch mal irren!« der zweite Spielfilm für das ZDF mit dem Titel »Überleben an der Scheidungsfront – Mann darf sich doch mal irren! Unser Leben nach der Wickelfront«, wieder mit Ochsenknecht und Niehaus als liebevolles, aber überstrapaziertes Elternpaar. Die Ausstrahlung am 9. Oktober 2014 wurde nach dem Tod von Siegfried Lenz am 7. Oktober kurzfristig verschoben, um Platz zu schaffen für eine Sondersendung zur Würdigung des großen Schriftstellers. Einen dritten Teil der kleinen Familien-Saga um Dieter Lindemann bereite ich trotzdem schon mal vor. Zumindest habe ich da eine Idee.

Nicht ganz ohne Stolz darf ich hier verkünden, nach rund drei Jahren konzentrierter Arbeit – neben meiner verantwortungsvollen Aufgabe beim SPIEGEL –mein neues Buch im Handel ist: »Erleuchtung für alle!«, das gleichfalls verfilmt werden soll, diesmal fürs Kino. Und wieder ist es das wahre Leben, das den Plot geliefert hat: Am 21. November 2002 haben die wunderbare Esther Göttling und ich in Balapitiya auf Sri Lanka geheiratet. Der uns wohlwollend verbundene buddhistische Mönch Siri Sudhamma richtete dazu in seinem Gunananda-Tempel eine Zeremonie aus. Zum Dank luden wir den Ehrwürdigen zu uns nach Hamburg ein. Als der Mönch der Einladung im Januar 2003 folgte und drei Monate mit uns in Hamburg lebte, musste ich erkennen, dass Buddha Recht hatte, als er vor über 2500 Jahren sagte: »Es gibt nur eine Zeit, in der es wesentlich ist zu erwachen – diese Zeit ist jetzt.« Rund um diese wahre Begebenheit ist mit ganz viel Phantasie mein neuer Roman entstanden.

Auf meiner Meinung nach 400 munteren Seiten kommt es zu einem – ich hoffe – lehrreichen Zusammenprall der Kulturen, geht es um den augenzwinkernden Vergleich von Buddhismus und Kapitalismus, um Sein und Schein und das Geheimnis eines erfüllten Lebens. »Ein Grundkurs in Buddhismus, verpackt in einen vergnüglichen Hamburg-Roman« lobte das Hamburger Abendblatt mein kleines Werk wegen seiner vielen Einsichten über das Festhalten und Loslassen, über das Haben-wollen und Nicht-bekommen-können, über Achtsamkeit sowie die wirklich wichtigen Dinge des Seins. Und der Kritiker der Wochenzeitung Die Zeit, nach der Lektüre offensichtlich selber ziemlich schwer erleuchtet,  vergleicht den sicherlich nicht völlig anspruchslosen Roman gar mit Weltliteratur, in dem er in ihm »die Antwort auf Voltaires Candide« sieht. Nun denn …

Orientiert an meinen Motiven bereitet der arrivierte Drehbuchautor Rolf-René Schneider zeitgleich die Verfilmung der Geschichte vor, für die er nicht nur als Drehbuchautor, sondern auch erstmals als Produzent verantwortlich zeichnet. Die als Clash-of-Culture-Comedy geplante Produktion wird voraussichtlich 2018/19 in die Kinos kommen, vielleicht auch etwas später. Großes Kino erfordert buddhistische Gelassenheit. Rolf-René Schneider ist Buddhas bester Mann in der Branche.

Sehr ernst und im klassischen Sinne politisch sind zwei frühe Bücher. Sie entstanden während meiner Zeit in Israel, wo ich von 1979 bis 1981 gelebt und mich sehr intensiv mit dem Nahost-Konflikt beschäftigt habe: »Palästina Protokolle – Bestandsaufnahme und Perspektive« und »Blick zurück ohne Hass – Juden aus Israel erinnern sich an Deutschland«.

Über meine Erlebnisse und Erfahrungen mit den Mächtigen und auch den leider immer noch Ohnmächtigen im Nahen Osten spreche ich übrigens als Referent vor und mit politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich interessierten Menschen. Und auch in diesen ernsten politisch-analytischen Vorträgen und Kamin-Gesprächen bemühe ich mich um das, was auch meine eher heiteren Auftritte als Autor von Beziehungsfront-Erlebnissen auszeichnet: Offenheit und Aufrichtigkeit.

Ein Grundkurs in Buddhismus, verpackt in einen vergnüglichen Hamburg-Roman

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»Sollten Sie jemals in Hamburg sein, sind Sie uns herzlich willkommen!« So etwas sagt man schon mal, entspannt von tropischer Sonne und der letzten Ayurveda-Behandlung. Aber wer rechnet schon damit, dass es ein paar Monate später an der Tür klingelt und ein orange gewandeter Mönch im Treppenhaus steht, mit einem strahlenden Lächeln und ohne die Absicht, so bald wieder abzureisen? Maya und Daniel staunen nicht schlecht, mit welch unbekümmerter Gelassenheit Mönch Siri in kürzester Zeit ihr Leben auf den Kopf stellt. Aber wie, bitte schön, lädt man einen Mönch wieder aus? Und darf man das denn überhaupt?

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Ein rasantes, vergnügliches, immer ehrliches Bekenntnisbuch

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Er hat ein neues Leben begonnen. In Bella Italia. Freiwillig? In seinem ersten Leben war Dieter Lindemann Journalist und mit Esther der glücklichste Mann der Welt. Als sie endlich Eltern von Zwillingen werden, nimmt der späte Vater ein Jahr Auszeit vom Job. Doch beruflich beginnt der Sinkflug: Dieters Selbstbewusstsein wird von Windeln verweht. Esther hingegen hat tolle Perspektiven. Als Dieter sein Ego durch eine Affäre aufpoliert, zieht sie ihre Konsequenzen. Schließlich ist Esther Expertin für Scheidungsrecht … Gibt es eine zweite Chance auf ein Happy End?

Von einem, der spät auszog, um Vater zu werden

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Eltern werden ist ein Kinderspiel – denken die Rechtsanwältin und der Journalist wie so viele andere Paare in den besten Jahren auch. Doch ihr hindernisreicher Weg zum Familienglück führt sie bis in die Labore der Fortpflanzungsmedizin. Zur weitaus größeren Herausforderung aber gerät der chaotische Alltag mit drei Kindern zwischen Krabbelgruppe und Kanzlei, Bio-Brei und Bagdad-Trip. Wie sie sich dabei am eigenen Schopf über Wasser halten, beschreibt Dieter Bednarz in erfrischender Offenheit.

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