Der Autor

 

Willkommen auf der Homepage des einzigen SPIEGEL-Redakteurs, dessen Leben verfilmt wurde – und das gleich zwei Mal. Wenn ich bei Lesungen von der Verfilmung meiner beiden autobiographisch gefärbten Bücher „Überleben an der Wickelfront – Vom Elternglück in den besten Jahren“ und „Mann darf sich doch mal irren! – Unser Leben nach der Wickelfront“ erzähle, amüsieren sich die Meisten im Publikum. So richtig ernst ist es mir mit meiner Hollywood-Karriere ja auch nicht. Wichtiger ist mir, dass die Besucher meiner Lese-Events ihren Spaß haben – gerne auf meine Kosten.

Dieter Bednarz

Vielleicht zeichnet gerade das meine Auftritte wie auch meine Bücher aus: über Ernstes wie die späte Elternschaft oder die schwierige Vereinbarkeit von Beziehung, Kindern und Karriere heiter und dennoch seriös zu schreiben und zu erzählen. Denn auch in meinem neusten Buch geht es um ein heikles Thema – das Alter, das eigentlich immer nur die anderen erwischt.

Rund zehn Jahre nach der „Wickelfront“ widme ich mich mit „Zu jung für alt – Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Arbeitsleben“ nun der – salopp formuliert – „Rentnerfront“. In einer Art Selbstversuch erkunde ich für die „Edition Körber“ der renommierten Körber-Stiftung das Älterwerden, Altern und Alt-Sein.

Moderner Cicero trifft Philipp Lahm

Da ich beim SPIEGEL zu den weniger unbekannten Redakteuren gehört habe, bevor ich im Sommer 2017 nach 35 Jahren und zehn Monaten vorzeitig ausgestiegen bin, hat der kritische Mediendienst kress.de meinem „Zu jung für  alt“ eine ausführliche Rezension gewidmet: „Bednarz schreibt über sich, doch er schreibt kein Bednarz-Buch“, urteilt der an gesehene Kolumnist Paul-Josef Raue: „Da besinnt sich ein journalistischer Profi auf all sein Können“ und „entwirft wie ein moderner Cicero die Lebenskunst des Alterns“. In „Zu jung für alt“ sieht Raue ein „lebenskluges Buch“ auf dem Weg „zum Standard-Werk für die Älteren … also für alle ab 50 (und wenn einer Fußball-Profi ist, noch reichlich früher).“

Philipp Lahm erhält von Dieter Bednarz das erste Exemplar von "Zu jung für alt"

Ministerin Ursula von der Leyen präsentiert Denkanstoß

Dieter Bednarz mit Ursula von der Leyen

Großes Lob von besonders prominenter Seite erhielt im Oktober 2009 auch die „Wickelfront“; bei der öffentlichen Präsentation empfahl die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen das Buch als „wichtigen Denkanstoß zur familienpolitischen Situation“.

Wenige Monate nach Erscheinen der „Wickelfront“ fand die Berliner Erfolgsproduzentin Regina Ziegler vor allem Gefallen an den komödiantischen Passagen und verfilmte das Buch fürs ZDF. Die Ausstrahlung von „Überleben an der Wickelfront“ im Mai 2012 wurde zum Quotenhit – wahrscheinlich vor allem dank meiner Mitwirkung in einer entscheidenden Szene. In meiner Vita bekenne ich mich denn auch dazu, ein verhinderter Schauspieler zu sein.

Mit meinem Roman Mann darf sich doch mal irren!“ , erschienen im Herbst 2013, konnte ich Regina Ziegler die Vorlage für die – fiktive! – Fortsetzung der Familiengeschichte liefern:  Frei nach meinem Buch entstand „Überleben an der Scheidungsfront“. Wieder mit Uwe Ochsenknecht (Dieter) und Valerie Niehaus (Esther) als liebevolle, aber überstrapazierte Eltern; und bei der Ausstrahlung im April 2015 war das ZDF wieder Tagessieger bei den Einschaltzahlen.

Beide Filme sind inzwischen als DVD erhältlich!

Dieter Bednarz mit seinem Buch "Mann darf sich doch mal irren!"

Der Mönch, die Esther und ich

Ganz großes Kino hingegen soll mein Roman „Schwer erleuchtet“ werden, erschienen im Sommer 2017 bei Droemer Knaur. Auch hier lieferte das wahre Leben den Plot. Wie das Paar im Buch haben meine wunderbare Esther und ich auf Sri Lanka mit einer buddhistischen Tempel-Zeremonie geheiratet  – und tatsächlich stand ein halbes Jahr später der Ehrwürdige Mönch Siri in Hamburg vor unserer Haustür, um uns die Erleuchtung zu bringen. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ sieht in meinem Buch „eine Antwort auf Voltaires Candide“.

Dieter und Esther bei der Hochzeitszeremonie mit Mönch Siri

Die Filmrechte an der Geschichte hatte der überaus erfolgreiche Drehbuchautor Rolf-René Schneider bereits 2015 erworben, während ich noch am Manuskript saß. Um mich als kleiner Co-Produzent mal richtig groß zu fühlen, habe ich dann 2016 die Bednarz GmbH gegründet. Allerdings: Obwohl ein klasse Drehbuch vorliegt, erweisen sich die Verhandlungen mit weiteren Co-Produzenten und Verleihern als schwierig.

Erleuchtung auf der Bühne

Statt Kinobesucher könnte der Ehrwürdige Mönch Siri bald Theaterpublikum erleuchten. Der Hamburger Pianist, Regisseur, Theaterautor sowie Produzent Dietmar Löffler und ich arbeiten gerade an einer Bühnenfassung meines Romans. Erste Gespräche mit Bespieltheatern werden bereits geführt. Eine gemeinsame Tourneetheater-Produktion wäre eine schöne Herausforderung.

Übrigens: Mit der Entwicklungen von Figuren und Handlungen sowie dem Schreiben von Szenen und Dialogen habe ich schon vor über 20 Jahre Erfahrungen gesammelt. Vor allem in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Autoren Frank Göhre, Deutscher Drehbuchpreis 1998, entstanden um die Jahrtausendwende verschiedene Exposés und Treatments für deutsche Filmproduzenten. Mein größter Erfolg war das Drehbuch „Sprung ins Leben“ (Arbeitstitel) für die ARD-Produktionsgesellschaft Degeto Film, die daraus einen Spielfilm für den Freitagabend machen wollte – auf den ich bis heute warte.

Wendepunkt Heiliges Land

Im klassischen Sinne politisch und streng sachlich waren meine zwei sehr frühe Bücher zum Nahost-Konflikt: „Palästina Protokolle – Bestandsaufnahme und Perspektive“  sowie „Blick zurück ohne Hass – Juden aus Israel erinnern sich an Deutschland“. Beide Werke entstanden während meiner Zeit in Israel.

In jenen jungen Jahren konnte ich nicht ahnen, dass meine fast zwei Jahre in Israel nur der Auftakt sein würden zu einem Vierteljahrhundert der journalistischen Auseinandersetzung mit der Region. Und ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich es einmal zum Nahost-Experten des berühmten SPIEGEL bringen würde, dessen Gespräche mit Präsidenten-Despoten in Ankara, Bagdad, Damaskus, Teheran oder Kairo für Schlagzeilen sorgen sollten. „Für viele Botschafter aus dem Nahen und Mittleren Osten ist Dieter Bednarz nicht nur der Middle East Editor des SPIEGEL, sondern vielmehr der ‚Diplomatic Correspondent‘ des Magazins“, stellte mich einmal Houssam Maarouf, Vize-Präsident der Deutsch-Arabischen-Freundschaftsgesellschaft (DAFG), auf einem Empfang für Diplomaten und Kollegen vor.

Auf großer Fahrt

Mein Wissen und meine Erfahrung zum Nahen Osten, aber auch zu dem von mir erlebten und mitgestalteten Umbruch in der Medienwelt gebe ich seit vielen Jahren als Dozent und Vortragsreisender weiter.

Angeregt durch die Nachfrage von Passagieren während meiner Lesungen auf AIDA-Schiffen biete ich auch Schreibkurse an. Jeder von uns hat eine richtig gute Geschichte zu erzählen, mitunter ist es die eigene; manche Menschen brauchen nur ein wenig professionelle Hilfestellung, um sie in Worte zu fassen.

Kennenlernen und Wiedersehen machen Freude

Ob nun auf einer Lesung aus meinen Büchern oder einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung zum Nahen Osten, bei einem privaten Kaminabend zum Umbruch in der Medienlandschaft oder Ihrem Besuch meiner Schreibschule – ich würde mich freuen, Sie begrüßen zu dürfen.